Kleine Anfrage zur schriftlichen beantwortung Spätschäden der Erdgasförderung: Was weiß die Landesregierung über Methan-Leckagen an alten Bohrlöchern?

Laut einer Studie des Geomar-Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung strömen aus Bohrlöchern in der Nordsee große Mengen Methan an die Oberfläche, so ein Bericht des NDR vom 7. Dezember 2017. Methan ist ein klimaschädliches Treibhausgas mit einer klimaschädlicheren Wirkung als das das viel zitierte CO2. „Jedes dritte der rund 20 000 Bohrlöcher in der gesamten Nordsee stehe unter Verdacht,“ wird der Geowissenschaftler Prof. Dr. Klaus Wallmann zitiert. Betroffen sei auch die deutsche Küste mit Hunderten ehemaliger Öl- und Gasbohrungen. Der NDR berichtet weiter: „Das niedersächsische Landesbergamt (LBEG) teilte auf Nachfrage des NDR mit, dass es von der Problematik nichts wisse. Die Erforschung der alten Bohrlöcher stehe noch ganz am Anfang. Nach Einschätzung der Helmholtz-Forscher könnte es an Land sogar noch schlimmer aussehen. Auch hier gebe es Tausende alte Bohrlöcher, die vermutlich Methan ausstoßen. ‚Es ist tatsächlich etwas, was man vermeiden könnte‘, sagt Wallmann. ‚Man könnte zum Beispiel strengere Auflagen für das Zementieren der Bohrlöcher machen, damit Leckagen verhindert werden.‘“ 

 

(Die Antwort der Landesregierung und die von den Grünen gestellten Fragen finden Sie unter dem Download Link auf dieser Seite oben rechts.)

 

 

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