Kleine Anfrage Sprachkurse für Geflüchtete - Reicht das Geld?

Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) vom 23.03.2017 zur Zwischenbilanz zu Programmen für Bildung und kulturelle Teilhabe


– stellte das Land in den Jahren 2017 und 2018 jeweils rund 53 Millionen Euro für erwachsene Geflüchtete in den Bereichen Sprachkurse, Hochschulzugang und Kultur zur Verfügung,


– konnten bis dahin mit den Basissprachkursen des Landes rund 29 000 Menschen erreicht werden,


– standen und stehen in 2017 und 2018 jährlich weitere 30 000 Kursplätze zur Verfügung.


Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtete am 22. August 2018: „Über die Finanzierung der Kurse gibt es in Niedersachsen Streit zwischen den Bildungs-einrichtungen und der Landesregierung. Der Niedersächsische Bund für Freie Erwachsenenbildung (nbeb) befürchtet für die kommenden Jahre erhebliche Kürzungen bei den Sprachkursen. Weil die Landesregierung nicht genug Geld bereitstellt, seien zwei Drittel aller Kurse ab dem kommenden Jahr gefährdet, prophezeit der nbeb-Vorsitzende Gerhard Wegner.“
In einer Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) vom 4. Oktober 2018 wurde dann angekündigt, das MWK stelle ab Oktober Fördergelder in Höhe von mehr als 20 Millionen Euro zur Verfügung, um Sprachkurse für erwachsene Geflüchtete zu finanzieren. Damit stünden für das vierte Quartal 2018 fast 90 % mehr Mittel bereit als ursprünglich geplant (10,7 Millionen Euro). Bei den zusätzlichen rund 9 Millionen Euro handele es sich um freie Mittel aus der Förderung des Lebenslangen Lernens sowie verschiedenen Sprachförderprogram-men. Gefördert würden neben den sogenannten Basissprachkursen auch vertiefende Angebote. Die Antragsfrist endete laut Pressemitteilung am 26. Oktober 2018.
Außerdem stellt das Land über die Förderrichtlinie „Sprachkurse für geflüchtete Frauen 2018/19 (SGF2)“ nach Angaben der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung 2,2 Millionen Euro zur Verfügung. Dafür endete die Antragsfrist am 15. September 2018.

 

⇒ Die Anfrage im Detail sowie die Antwort der Landesregierung finden Sie auf dieser Seite oben rechts als Download.

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