Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung Wie gefährlich sind „Gefährder“ in Niedersachsen?

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 17. Dezember 2017 geht von fast der Hälfte der etwa 720 in Deutschland als Gefährder eingestuften radikalen Islamisten womöglich kein besonderes terroristisches Risiko aus. Dies soll das Bundeskriminalamt (BKA) mit einem neuen Analysesystem namens Radar-iTE (regelbasierte Analyse potenziell destruktiver Täter zur Einschätzung des akuten Risikos - islamistischer Terrorismus) herausgefunden haben. Dieses System hat das BKA seit Anfang 2015 gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Forensische Psychologie der Universität Konstanz entwickelt. Die in der Süddeutschen Zeitung zitierte Neubewertung sei dabei Ende November 2017 in Zusammenarbeit zwischen dem BKA und den Polizeibehörden der Länder erfolgt. Radar-iTE soll den Sicherheitsbehörden helfen, ihre Überwachung auf besonders relevante Personen zu richten. Für „eine einzelfallorientierte Bedrohungsbeurteilung und individuelle Maßnahmenberatung für die festgestellten Hoch-Risiko-Personen“ soll nach Angaben des BKA das zweistufige Risikoanalysesystem RISKANT entwickelt werden.

 

­Die Antwort der Landesregierung finden Sie auf dieser Seite oben rechts. 

Zurück zum Pressearchiv