Freie Ateliers Belit Onay für verlässliche Kulturförderung

Am Wochenende findet das 22. Zinnober Kunstfest statt, an dem sich 69 Galerien und Ateliers beteiligen. Neben den großen Häusern sind zahlreiche kleinere Ateliers und Galerien vertreten. Vor seinem Besuch des Festes am 31. August forderte Belit Onay eine verlässliche Förderung der Atelierszene:

„In der Vergangenheit wurden Bildende Künstler*innen vorrangig durch Stiftungen und Sponsoring gefördert. Darauf kann sich die Landeshauptstadt Hannover aber nicht ausruhen. Auch als Zeichen der Wertschätzung gegenüber der Künstler*innen- und Galerieszene muss die Stadt hier aktiver werden. Diese ausgesprochen vielfältige Szene ist eine wichtige Bereicherung für Hannover. Speziell die Freie Szenen greift flexibel aktuelle Strömungen auf und spiegelt gesellschaftliche Fragen“, so Belit Onay.

Eine verlässliche Förderung sei nötig, um einer Abwanderung der Szene und somit einem Qualitätsverlust für die hannoversche Kulturlandschaft entgegenzuwirken. Künstler*innen aus den Bereichen Fotografie, Grafik, Medien- oder Modedesign, Malerei und Bildhauerei kehrten Hannover sonst den Rücken.

Freischaffende Künstler*innen arbeiten oft unter prekären Verhältnissen. Kleine Galerien, Ateliers und Werkstätten bedürfen daher einer gezielten Förderung, um sich entwickeln und festigen zu können. Neu gegründete Zusammenschlüsse von Künstler*innen, beispielsweise in Ateliergemeinschaften oder gemeinsamen Ausstellungsräumen, müssen unterstützt werden. Im vorangegangenen Haushalt wurde die (bis dahin nur als Pilotprojekt angebotene) Atelier- und Projektraumförderung mit 85.000,- € in die Regelförderung übernommen. Hiermit kann Unterstützung für Ateliers und Ausstellungsräume beantragt werden.

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