Pressemeldung Nr. 167 vom

Grüne bringen Gesetz zur Verbesserung der Qualität von Kitas ein Belit Onay: Mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Qualität

Darum geht's 

In der heutigen (24. Januar 2018) Landtagssitzung hat die grüne Landtagsfraktion einen Gesetzesentwurf eingebracht, um die Qualität der Kindertagesstätten (Kitas) zu verbessern: „Die frühkindliche Bildung schafft die Grundlage für den weiteren Bildungserfolg jedes einzelnen Kindes. Die Kitas haben somit einen enormen Stellenwert, dem auch die Landespolitik Rechnung tragen muss. Trotz immer weiter gestiegenen Anforderungen arbeiten die Kitas immer noch mit Personalstandards aus den 90er Jahren. Es ist Zeit zu handeln“, begründet Belit Onay die grüne Initiative.

Das sagen die Grünen

„Eine Qualitätsverbesserung der Kitas ist eine Verbesserung des gesamten Bildungssystems“, stellt Belit Onay fest. „Die gute Einnahmesituation der Landesregierung ermöglicht einen Spielraum von ca. 250 Millionen Euro – viel Geld für eine deutliche Qualitätsverbesserung, die nun umgesetzt werden muss“, fordert Onay weiter. „Deshalb muss die Einführung einer dritten Kraft in Kindertagesstätten und die Erhöhung der Verfügungszeiten etwa für Elterngespräche jetzt kommen. Auch wollen wir eine Landeselternvertretung für Kitas auf den Weg bringen, um den Eltern eine Stimme zu geben.“

Mit dem Gesetzesvorschlag wollen die Grünen auch den Arbeitsalltag der Erzieherinnen und Erzieher verbessern. „Die Erzieherinnen und Erzieher leisten Tag für Tag hervorragende Arbeit – bei viel zu geringer Bezahlung und einer enormen Überlastung“, gibt Belit Onay zu Bedenken. Der Krankenstand in den Kitas sei hoch, viele Kitas auch in Hannover stehen immer wieder kurz vor der Schließung. Tagtäglich arbeiten Erzieherinnen und Erzieher in ihrer Freizeit weiter – leisten Elterngespräche und bereiten die Arbeit in den Gruppen vor. „Das muss sich endlich ändern“, fordert Onay. „Mit der dritten Kraft in Krippen haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.“

Hintergrund

Nicht nur das Land, sondern auch der Bund sei in der Pflicht, endlich das angekündigte Geld für Qualitätsverbesserungen an die Länder zu geben. „Wir warten noch immer auf ein Bundeskitaqualitätsgesetz und die Finanzierung weiterer Maßnahmen. So braucht es mehr Freistellungen für Elternarbeit oder Leitungspositionen, aber auch die Ausbildung von Fachkräften“, so Onay abschließend.

 

 

 

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