Integration muss Chefsache sein Belit Onay will Hannover zu einer diskriminierungsfreien Stadt machen

Für die anstehende Neuauflage des Lokalen Integrationsplans (LIP) der Landeshauptstadt fordert der grüne Oberbürgermeisterkandidat Belit Onay eine bessere Einbeziehung von Migrant*innen:

„Integration gelingt am besten, wenn wir Migrant*innen in allen Phasen als Partner*innen begreifen.“ Dies gelte für die Aufstellung des Integrationsplans, aber auch für die anschließende Begleitung der Maßnahmen: „Expert*innenrunden sollten grundsätzlich zur Hälfte durch Menschen mit Migrationserfahrung besetzt werden - ihre Beteiligung hat einen besonderen Wert, da sie neben ihrer fachlichen Expertise auch die eigene Erfahrung einbringen.“

Onay selbst spricht lieber von einem „Teilhabe-Plan“: „Migrant*innen sind längst ein wichtiger Teil von Hannover geworden. Mein Ziel ist, dass sie in allen Bereichen gleichberechtigt am Leben in dieser Stadt teilhaben können. Hannover soll eine diskriminierungsfreie Stadt werden.“

Er will als Oberbürgermeister dem Thema wieder einen höheren Stellenwert geben: „Integration und Antidiskriminierung sind echte Querschnittsthemen und müssen Chefsache sein.“ Sie gehörten daher wieder in den Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters. Unter Stefan Schostok wurde das Sachgebiet Integration in das Sozialdezernat umgelegt - was viele als Abwertung empfunden haben. Für Onay ist Integration ein Herzensthema: „Meine eigene Geschichte lehrt mich, dass es nicht darauf ankommen darf, wo jemand herkommt - sondern darauf ankommen muss, wo jemand hin möchte."

Zurück zum Pressearchiv