Statement Belit Onay zum Rücktritt des DITIB-Vorstands in Niedersachsen

Zum Rücktritt des DITIB-Vorstands in Niedersachsen sagt Belit Onay, migrationspolitischer Sprecher:

In der bundesweiten Debatte um die DITIB und ihre Instrumentalisierung durch die türkische Regierung bildeten die Vertreter der DITIB Niedersachsen in der Vergangenheit mit ihrer Unabhängigkeit eine positive Ausnahme. 

Vor diesem Hintergrund ist der Rücktritt Kilics bedauerlich. Er war ein vertrauenswürdiger Dialogpartner und hat sich für die Musliminnen und Muslime in Niedersachsen eingesetzt. Für die DITIB Niedersachsen wird nun entscheidend sein, ob man vom bisherigen Kurs abweicht und sich zukünftig politisch an Ankara ausrichtet. Das wäre fatal.

Gleichzeitig muss sich die Landesregierung vorwerfen lassen, dass sie mit der Funkstille gegenüber den islamischen Verbänden die progressiven und nach Niedersachsen orientierten Kräfte alleine gelassen hat. Ein Kaffeekränzchen im Jahr ersetzt keinen ernsthaften religionspolitischen Dialog.

Zum Hintergrund

Die grüne Fraktion hakt mit einer Anfrage an die Landesregierung in Sachen mögliche Einflussnahme Ankaras, zukünftige Zusammenarbeit in Niedersachsen und Imam-Ausbildung in Osnabrück nach.

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