von Hindenburg Belit Onay zur Diskussion rund um die Schleuse Anderten

Zur Diskussion um die Schleuse Anderten sagt der GRÜNE OB-Kandidat Belit Onay:

"Es geht nicht darum, die Vergangenheit zu verdrängen, es geht darum, den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg nicht weiter zu ehren."  


"Es ist richtig, dass wir uns nicht nur unserer Vergangenheit stellen, sondern auch Konsequenzen aus ihr ziehen. Sind Straßen- oder Bauwerknamen nach Persönlichkeiten benannt, bedeutet dies immer eine Ehrung im Sinne einer positiven Erinnerung. Im Fall des Reichspräsidenten von Hindenburg sehe ich keinen Grund, diese Ehrung beizubehalten", sagt Onay und verweist dabei auf den vom Stadtrat eingesetzten Beirat, der sich seit 2014 mit namensgebenden Persönlichkeiten aus der NS-Zeit befasst und Ende 2018 seinen Abschlussbericht vorgelegt hat.

Von den 493 betrachteten Straßennamen hat der Beirat bei 17 Namen eine Umbenennung empfohlen, darunter auch für Paul von Hindenburg. "Ich unterstütze hier die Position des Beirats ausdrücklich, ebenso den Grünen Antrag im Stadtbezirksrat", so Onay. "Bei der Schleuse Anderten - die übrigens bereits umbenannt ist - kann ich mir neben dem neuen Namensschild eine ergänzende Aufklärungstafel gut vorstellen, um damit über die Historie der Schleusenbenennung zu informieren."

Hintergrund:
Unabhängig von der aktuellen Diskussion heißt die Schleuse längst "Schleuse Anderten". Es ging im Antrag der GRÜNEN im Stadtbezirksrat nicht um eine Namensänderung, sondern darum, dass auch in offiziellen Verlautbarungen die korrekte Bezeichnung verwendet wird und das Schild an dem Bauwerk mit dem alten Namen Hindenburgschleuse ersetzt wird.

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